Wissenswertes

Hier finden sich Allerlei lesenswerte Dinge über Hunde und Training von mir oder anderen geschrieben

Alle denen die eigene Fortbildung in Sachen Hund wichtig ist, finden hier eine Fülle von wertvollen Webinaren zum Selbststudium!

Was braucht es denn eigentlich für ein glückliches Hundeleben?!

 

Ich stelle hier gerne meine Perspektive dar, denn wir alle wissen, dass die Ansichten darüber durchaus variieren können, je nachdem welche Grundeinstellung man zu anderen Lebewesen hat.

Gerade bei Problemverhalten ist die Suche nach der Ursache viel wichtiger als ein Symptom einfach abstellen zu wollen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein z.B. Trauma, Schmerzen, Krankheit u.a.

Ich spreche hier über Hunde, aber dies gilt grundsätzlich auch für andere Schutzbefohlene Lebewesen, die ggf. natürlich andere Bedürfnisse haben als Hunde.

Nachfolgend also einige Stichworte, damit das Ganze nicht zu lang wird. Zu jedem einzelnen Punkt gäbe es natürlich noch ganz viele Details zu sagen und zu überlegen.

 

  • Sicherheit- jeder Hund möchte sich sicher in seinem Umfeld fühlen und dies ist die Grundlage, um überhaupt entspannen zu können und optimistisch zu sein. Sicher kann man sich fühlen, wenn man einen verlässlichen Bindungspartner hat.
  • Passende gesunde Ernährung* und immer Zugang zu frischem Wasser sollten selbstverständlich sein.
  • Ausreichend Ruhe und Schlaf auf angenehmen Liegeplätzen sollten immer möglich sein. Das Ruhebedürfnis von Hunden sollte nicht unterschätzt werden, denn es kann durchaus 15-18 Std. ausmachen.
  • gesundheitliche Fürsorge ist ein wichtiger und sehr umfangreicher Faktor. Frei von Schmerzen und anderen Leiden zu sein ist eine unabdingbare Grundlage!
  • Auslauf und Bewegung- Gassi gehen ist nicht gleich Gassi gehen. Hunde brauchen Zeit für Umwelterkundung in ihrem Tempo. Schnüffeln, schauen und lauschen. Sie brauchen Zeit in ihrer Welt ohne ständig gegängelt oder weitergezogen zu werden. Zudem wollen sie sich bewegen und die meisten sind dankbar für Abwechslung der Gassistrecken. Auch ein gewisses Maß an Freilauf ist wünschenswert. Hier ist auch passendes Equipment von Vorteil. An einer 1m Leine z.B. kann der Hund kein Ausdrucksverhalten zeigen und hat keinen Freiraum, seinen Bedürfnissen nachzugehen. Wir gehen für den Hund spazieren, nicht umgekehrt!
  • Passendes Equipment ist wichtig. Für mich bedeutet das, ein gut sitzendes Brustgeschirr, lange Leinen je nach Vorhaben von 3-10m
  • Verantwortungsvolle Bindungspartner- jeder Hund braucht einen Menschen, der freundlich und fair agiert. Der um Bedürfnisse weiß und der freundlich und zugewandt mit dem Hund umgeht. Der eine Konstante ist, auch wenn es mal holprig wird. Der um Lösungen und Ursachenforschung bemüht ist und nicht einfach ein Symptom abstellen will. Der bereit ist, dazuzulernen und sich gemeinsam mit dem Hund zu entwickeln. Die einen fairen und sinnvollen Rahmen vorgeben, der für den Hund auch Sicherheit bedeutet.
  • Passende Beschäftigung und Auslastung die Freude macht und zum Hund passt. Dies ist je nach Hundetyp, Alter, Motivation und Gesundheitszustand sehr unterschiedlich. Dies können für manche Hundetypen sportliche Dinge und für andere einfache Schnüffelspiele und alles dazwischen sein.
  • Wissen ist Macht. Je größer die Bereitschaft ist, sich Wissen über Verhalten, Körpersprache , Training, Lernen, Problemverhalten etc. anzueignen, desto besser das Fundament im Alltag. Der Hund macht niemals etwas, um den Menschen zu ärgern. 
  • Freundliches Training was dazu führt, dem Hund mehr Freiräume geben zu können, Probleme abzubauen, Vertrauen zu stärken und das Zusammenleben zu vereinfachen.
  • Passende Sozialkontakte- passende Hundekontakte sind wünschenswert. Hierbei macht es nicht die Masse sondern gute, passende ausgewählte Kontakte.
  • Enrichment- bedeutet den Alltag mental und emotional anregend zu gestalten, anstatt den Hund nur körperlich auszupowern. Hierzu gehören Futtersuchspiele z.B. in Kartons, Schleckmatte, Schnüffelteppich, Kauartikel die ggf. ausgewählt werden dürfen o.ä. Es fördert natürliche Instinkte und Problemlösen, beugt Langeweile vor und hilft dem Hund, Entscheidungen selbst zu treffen und zur Ruhe zu kommen. Auch auf dem Spaziergang kann man kleine Suchen an großen Bäumen oder Baumstümpfen machen.
  • Bedürfnisse- das Wissen über individuelle Bedürfnisse sei es im Zusammenleben, im Training oder auch Situativ bei z.B. Krankheit, Trauma, Umwelteinflüsse, z.B. Witterung, Ereignissen wie z.B. Urlaub

* Zum Thema gesunde Ernährung nehmt gerne mein Angebot der kostenfreien und unverbindlichen Futterberatung in Anspruch. Gesunde Ernährung ist ein Grundpfeiler von Wohlbefinden

und Gesundheit. Völlig egal, ob du Kunde bist oder nicht. Für alle, die weiter weg wohnen, geht es problemlos Online.

Nur nicht die Nerven verlieren….

Warum das Nervensystem deines Hundes so wichtig ist

 

Um zu erfahren was die Grundbedürfnisse eines Hundes sind schaue dir den Artikel Was braucht es denn eigentlich für ein glückliches Hundeleben?! an.

 

⚡ Wenn dein Hund ständig „unter Strom“ steht

Das Nervensystem des Hundes runterzufahren ist oft ein wichtiger Aspekt und erster Schritt, wenn dein Hund nervös und überreizt ist.

Vielleicht reagiert er oft reaktiv, ist schnell von 0 auf 100, kommt schlecht wieder runter, ist schnell überreizt, orientiert sich nicht gut an dir oder er hat Probleme mit seiner Aufmerksamkeit?

Wenn das Stresssystem immer sehr schnell anspringt sollte man immer sehr gut hinsehen.

Dann kann es sein, dass er ein Problem mit seinem

Nervenkostüm/Nervensystem hat.

 

🧠 Was macht das Nervensystem überhaupt?

Das Nervensystem steuert viele Dinge wie Reaktionen, Reizverarbeitung und welche Reaktionen wie ausfallen.

Kann er gelassen Situationen meistern oder muss er bei jeder Kleinigkeit aus dem Fell hüpfen.

💡 Merke

Nur weil dein Hund ruhig scheint, muss er nicht gelassen sein.

Er kann still dasitzen und hoch angespannt sein oder er kann völlig gelassen durch seine Umwelt traben.

 

🌍 Jeder Hund ist anders

Das Nervensystem ist von der Umwelt in der wir leben oft sehr gefordert und die Anforderungen und Möglichkeiten eines Individuums sind sehr unterschiedlich.

Je nach Anforderungen, Lebenssituation, Persönlichkeit und Genetik ist dies sehr individuell zu bewerten.

Verhalten entsteht immer auch aus inneren Zuständen, die sich unserer Wahrnehmung oft entziehen.

 

❤️ Verhalten verstehen statt bewerten

Auch einem Hund geht es stets um die eigene Unversehrtheit und ohne Wahrnehmung seiner Menschen darauf entsteht oft ein Teufelskreis von Überreizung und Nervosität.

In so einem Zustand ist Lernen nur sehr eingeschränkt möglich.

Aus diesem Grund muss man auch den innerlichen Zustand wahrnehmen, denn ohne dies wird Training zur Verhaltensänderung nicht viel bewirken.

Durch mehr Kontrolle verändert sich hier Verhalten nicht nachhaltig und es bedarf eines Perspektivwechsels.

Wichtig ist hier viel Ruhe und Gelassenheit des Hundehalters, Struktur und Rahmen geben, vorausschauendes Agieren und Handeln.

 

🔍 Ursachen statt Symptome

Man sollte sich nicht mehr fragen, wie man ein unerwünschtes Verhalten in den Griff bekommt oder was man dagegen tun kann sondern viel eher:

❓ Wie sieht es im Inneren meines Hundes aus?

❓ Warum tut er was er tut?

Wir schauen also viel mehr nach den Ursachen als einfach ein Symptom abzustellen.

Wenn wir den Blick auf den Zustand richten entsteht Raum für Verständnis.

Das Verhalten ist eine Information und nicht mehr einfach nur ein Problem!

💡 Merke

Je angespannter der Hund ist, desto weniger ist die Fähigkeit auf Signale zu reagieren und zu lernen.

Wenn das Nervensystem reagiert, steuert der Hund dies nicht bewusst

Dein Hund zeigt dieses übersteigerte Verhalten niemals um dich zu ärgern, sondern er hat ein ernstes Problem in seinem System.

 

🚨 Warum viele Trainingsversuche scheitern

In der Praxis bedeutet das, dass genau hier viele Trainingsversuche scheitern, denn der Hund im Alarmmodus ist gar nicht in der Lage zu lernen.

Für den Hund geht es in dieser Situation um seine Sicherheit und seine Unversehrtheit.

Die Veränderung entsteht nicht durch mehr Kontrolle, sondern durch die Veränderung der Umstände um den Hund überhaupt in den Trainingsbereich zu bekommen.

💡 Merke

Arbeite nicht gegen das Verhalten, sondern beeinflusse die Ursachen für das Verhalten.

 

⚖️ Kontrolle oder Sicherheit?

Viele Trainingsansätze kommen mit Konzepten wie Dominanz, Führung, mehr Klarheit, Raumverwaltung o.ä. daher.

Im ersten Moment klingt das logisch und gegen eine gewisse Struktur und Rituale im Alltag, die Orientierung geben, ist auch nichts einzuwenden und ich halte sie für wichtig.

Aber wenn hier ausschließlich am Verhalten gearbeitet wird ohne den inneren, oft verzweifelten, Zustand des Hundes zu sehen ist das in meinen Augen kein guter Ansatz..

Kontrolle kann Verhalten durchaus unterdrücken, kann aber das Nervensystem nicht entspannen.

Innere Anspannung wird durch Druck, Kontrolle und Zwang nicht zur Entspannung führen sondern es tritt eher das Gegenteil ein.

💡 Merke

Es nützt also nichts, das Symptom zu „bekämpfen“, wenn man die Ursache nicht erkennt und dort nichts verändert.

 

🌱 Ein stabiles Nervensystem ist die Grundlage

Wir müssen versuchen zu verstehen, dass Verhalten nicht unabhängig vom inneren Zustand betrachtet werden kann.

Wenn wir das beginnen zu verstehen, ändert sich auch unser Blick auf Training.

⭐ Ein stabiles Nervenkostüm ist die essentielle Grundlage für alles und keine nette Ergänzung!

❌ Druck, Strafe und Einschüchterung

Wenn wir über Druck, Strafe, Hemmung und Einschüchterung mit unseren Hunden umgehen und arbeiten, wird:

  • lernen schwieriger
  • Verhalten reaktiver
  • entstehen Unsicherheiten
  • wird Verhalten unterdrückt
  • bleibt das Nervensystem in Alarmbereitschaft

 

✅ Sicherheit stärkt das Nervensystem

Ein Umgang und Training, das Sicherheit schafft:

  • stärkt das Nervensystem
  • schafft Vertrauen und Sicherheit
  • lernen wird so erst möglich
  • Reaktionen werden ruhiger und kontrollierter
  • Verhalten kann sich nachhaltig verändern

 

🛡️ Sicherheit als Grundbedürfnis

Das Sicherheitsempfinden spielt eine zentrale Rolle und ist die Grundlage für ein stabiles Nervensystem.

Ein Hund der sich sicher fühlt, kann:

Reize wahrnehmen, einordnen und verarbeiten ohne sofort reaktiv darauf zu reagieren

sich am Menschen orientieren

Im Alltag entsteht diese Sicherheit durch:

  • einen freundlichen, fairen und zugewandten Umgang
  • nachvollziehbare Abläufe und Verlässlichkeit
  • das Erkennen und Berücksichtigen von Bedürfnisse

Wenn dies erkannt und berücksichtigt wird, verändert sich ein Teil des Verhaltens oft von ganz alleine.

 

🌪️ Belastungen im Alltag

Auf das Nervensystem wirken so viele Einflüsse im Alltag wie:

  • Geräusche
  • Gerüche
  • Bewegungen
  • Begegnungen aller Art

Es gibt große Begebenheiten oder auch viele kleine Dinge, die sich summieren können.

Zum Beispiel:

  • ungünstige Gassirunden
  • viele Störungen im Haushalt
  • Geräuschempfindlichkeit
  • unfreundlicher Umgang mit dem Hund
  • Ängste und Unsicherheiten
  • permanente Überforderung die uns nicht auffällt
  • Sorge um körperliche Unversehrtheit
  • pessimistische Persönlichkeit

 

🌿 Möglichkeiten der Veränderung

Veränderter und achtsamerer Umgang im Alltag

Entschleunigte Spaziergänge

Veränderte, zugewandte Kommunikation mit dem Hund

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Reflexion des eigenen Verhaltens.

Oft sind es die kleinen Ve ränderungen, die einen spürbaren Unterschied machen.

 

🍀 Gute Lebensbedingungen stärken das Nervensystem

Das Nervensystem wird gestärkt durch gute Lebensbedingungen wie:

  • passende und gesunde Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen
  • eine sichere Umgebung mit Rückzugsorten
  • ausreichende Ruhezeiten
  • sensorische Stimulation
  • passende Beschäftigung
  • Möglichkeiten zur Umwelterkundung
  • Möglichkeiten zur Bewegung
  • Möglichkeiten zur Bewegung ohne Einschränkung wie Leine und ständige Kontrolle
  • passende Sozialkontakte

 

❤️ Gesundheit und Wohlbefinden

Gesundheit ist ein wichtiger Faktor.

Körperliches Wohlbefinden ist ein sehr wichtiger Faktor.

Schmerzen, körperliches Unwohlsein und unentdeckte körperliche Probleme haben eine große Auswirkung auf das Nervensystem.

 

🌟 Selbstwirksamkeit

Ein Hund, der das Gefühl hat, er kann Dinge beeinflussen fühlt sich sicherer.

Wahlmöglichkeiten und eigene Bewältigungsstrategien beeinflussen das Nervenkostüm.

Ein Umgang und Training, in dem positive Emotionen überwiegen, beeinflussen das Nervensystem positiv und fördern gelasseneres Verhalten.

 

🐾 So kannst du deinen Hund unterstützen

  • weniger Reize und Stress
  • rechtzeitig Stress rausnehmen
  • Tempo rausnehmen
  • deinem Hund Einfluss geben
  • Verlässlichkeit und klare Abläufe schaffen
  • Beschäftigung im Kleinen anbieten
  • Kartonsuche
  • Futterspielzeug
  • Päckchen auspacken und schreddern dürfen
  • aversiven Umgang und Training vermeiden

 

⏳ Veränderung braucht Zeit

Habe Geduld und erwarte keine Wunder.

Alles braucht Zeit und je länger ein unerwünschtes Verhalten und schlecht reguliertes Nervensystem besteht, desto mehr Zeit braucht es auch zur Veränderung.

Entwicklung verläuft nicht immer gleich, sondern es gibt solche und solche Tage.

 

💬 Zitate

„Um dem Hund dabei zu helfen, wirksame Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln, müssen Sie verhindern, dass er überlastet wird. … Wenn es Ihnen regelmäßig misslingt, einer Überlastung vorzubeugen, und der Hund darauf hektisch oder lethargisch reagiert, kann dies zur Bewältigungsstrategie des Hundes werden.“

James O’Heare

 

„Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten.“

Ute Blaschke-Berthold

 

Man kann viel für das Nervensystem und die Lebensqualität tun. Die Ursachen sind hier sehr vielfältig und auch die passenden Maßnahmen. Ein Blick von aussen kann hier sehr wertvoll und nötig sein.

Gerne begleite ich dich auf dem Weg mit deinem Hund, um zu einem entspannteren Alltag zu kommen.

Gudrun von der Hundeschule HundgeRecht

 

Gerne stelle ich dies auch als Handout persönlich jedem Kunden zur Verfügung! 

© 2026 Gudrun Scholz

Wie dein Hund gut durch den Sommer und die heißen Tage kommt!

Sommerzeit ist Hitzezeit und das ist für viele Vierbeiner durchaus eine Herausforderung insbesondere, wenn dein Hund vielleicht gesundheitliche Probleme hat oder schon älter ist.
Und wie bei uns Menschen gibt es Hunde, die empfindlicher auf Wärme reagieren als andere. Je nach Fellbeschaffenheit, Gesundheit und Veranlagung. Temperaturen, die wir selbst als angenehm empfinden sind für manchen Hund schon kaum auszuhalten. Auch kann die Herkunft eine Rolle spielen. Mit einem Alsakan Malamute (nordischer Hund, dichtes dickes Fell) ist im Sommer oftmals nichts anzufangen, während ein Rhodesien Ridgeback weniger Probleme hat.

Hunde haben eine andere Wärmeregulation als wir und können nicht wie wir in dem Maß schwitzen.
Weshalb es auch schneller als man manchmal denkt zu einem lebensgefährlich werdenden Hitzschlag kommen kann. Das kann bei empfindlichen Hunden durchaus schon bei einer vermeintlich kleineren Runde der Fall sein. Hier könnt ihr schauen, woran ihr einen Hitzschlag erkennen könnt https://www.drhoelter.de/tierarzt/tierkrankheiten/hitzschlag-bei-hunden.html

Deshalb keine große Anstrengung und Belastung bei heißem Wetter. Keine Gewaltmärsche, große Strecken, schnelles Laufen, mit Hund joggen und neben dem Rad herlaufen geht bei Hitze gar nicht
(eigentlich ist Radfahren mit Hund niemals oder nur in Ausnahmefällen eine gute Idee!!!!)

Gesundheitlich belastete Hunde, insbesondere Herz/ Kreislauf und sehr alte Hunde, haben ihre Schwierigkeiten mit dem Wetter. Oft auch nachts. Sie kommen nicht zur Ruhe und wissen oft nicht wohin mit sich und sie drohen wirklich zu kollabieren. Kühlmatten helfen bei einigen gut.
Je nach Wohnsituation kann es z.b. in Dachgeschosswohnungen wirklich sehr, sehr warm werden. Hier kann man sicher über ein Klimagerät nachdenken. Auch ein Ventilator kann schon etwas helfen.
Ein kühles feuchtes Handtuch in den Achseln und hinten in der Leiste. Bitte nur kühl nicht eisig kalt.

Ich persönlich würde einen Hund mit viel Fell und viel Unterwolle im Frühjahr/ Sommer scheren lassen. Vielen Hunden bringt dies enorme und spürbare Erleichterung.

Auch zu Hause und im Garten sollte immer ausreichend frisches Wasser für den Hund bereitstehen.
Ebenso sollten im Garten ausreichend Schattenplätze zur Verfügung stehen oder der Hund kann sich unter einem Baum eine Kuhle buddeln. Die Erde kühlt und einige Hunde machen dies Instinktiv.
Kleine Wasserschlachten mit dem Schlauch machen vielen Hunden Spaß und es kühlt ab.

Die Gefahr der Insektenstiche ist im Sommer immer gegeben und man sollte auch immer an so etwas denken. Schnappt der Hund nach Wespe und Co. Ist immer die Gefahr gegeben, dass diese auch mal ins Maul sticht, was relativ schnell lebensbedrohlich werden kann. Das gleiche gilt, wenn der Hund allergisch reagiert. Dann ist auch egal, wo er gestochen wird. In so einem Fall muss man unbedingt Notfallmedikamente bereit haben und immer die Möglichkeit schnellstens einen Tierarzt zu erreichen. Auch Stiche in die Pfote kommen recht häufig vor und der Hund erschreckt sich, denn es tut schon weh. Oft gibt es Schwellungen. Hier hilft kühlen und ein bisschen Zuspruch. https://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/insektenstich

Bitte, bitte lasst euren Hund nicht, auch nicht kurz, bei hohen Temperaturen im geschlossenen Auto zurück!!! Es besteht schon nach kurzer Zeit akute Lebensgefahr. Auch wenn ihr das Auto jetzt im Schatten abstellt, kann das 20 Minuten später schon ganz anders aussehen, da die Sonne wandert. Geht bitte dieses Risiko einfach nicht ein, sondern schaut nach Alternativen oder nehmt es einfach in Kauf eine Extratour zu fahren.

Abkühlung tut bei diesem Wetter nicht nur uns, sondern auch dem Vierbeiner gut.
Schwimmen tun einige Hunde wirklich gerne und es kühlt ab. Auch hier gibt es aber einiges zu beachten, bzw. kann es auch zu einigen unangenehmen Begleiterscheinungen kommen. Es ist gut, das Schwimmen mit dem Hund zu üben und ihn am besten an eine Schwimmweste zu gewöhnen. Ein zu viel ist also auch hier nicht das Mittel der Wahl. Hier einige Stichworte dazu:
-Blaualgen können tödlich sein
-Wasserrute
-Wasservergiftung
-Trotz Wasser und Strand kein Schatten. Bitte auch hier für Schatten sorgen
-Unbedingt Trinkwasser mitnehmen, wenn man am Meer ist. Salzwasser ist nicht bekömmlich.
-Hunde ertrinken, aus unterschiedlichen Gründen, öfter als gedacht.
-Auf Strömung achten
-Bei kleinen Hundepools Wasser regelmäßig erneuern, da sich Algen und Krankheitserreger bilden können
Hier findest ihr einen sehr gut zusammengefassten Artikel dazu: https://lernpfote.de/blog/schwimmen-mit-hund/

Eine kühle Erfrischung kann man dem Hund auch mit einem „Eis“ bereiten. Indem man z.B.
Hühnerbrühe in Eiswürfelbehältern einfriert oder einen Kong mit leckeren Dingen befüllt und einfriert. Füllungen wie Thunfisch mit Joghurt, Hipp Gläschen mit Hüttenkäse, Gemüse und Obst was für den Hund geeignet ist, kann auch mit rein. Erlaubt ist, was der Hund verträgt, mag und was Hunden grundsätzlich bekommt.
https://www.planethund.com/hundeernaehrung/hundeeis-selber-machen-besten-rezepte.html

Hundepfoten sind zwar um einiges Robuster als nackte Menschenfüße, dennoch kann Asphalt schon recht heiß werden, weshalb man lange Asphaltstrecken eher vermeiden sollte.

Hunderunden sollte man an die Wettersituation anpassen. Wie z.B.
- Andere Tageszeiten wählen, wo es nicht so heiß ist.
- Langsamer und kürzer halten und dafür im Garten oder Haus für etwas mehr Beschäftigung sorgen so wie der Hund dies braucht.
- Die Runde in den Wald und schattige Parks verlagern

- Viele Hunde freuen sich wenn es auf der Runde eine Möglichkeit gibt ins Wasser zu gehen um sich abzukühlen
- Auf Hundesport sollte lieber verzichtet werden
-Unbedingt sollte man Wasser mitnehmen. Im Handel gibt es entsprechendes Equipment von Flaschen mit Napf zum umhängen z.B
- Trinken aus Pfützen vermeiden, da sich dort bei großer Wärme oft Krankheitskeime bilden
- Belohnungen sollten der Wärme angepasst werden. Lieber etwas nehmen was erfrischt und nicht zu trocken ist. Selbst befüllte Tuben mit Hippgläschen+ Joghurt , gekochtes Hühnchen z.B. kommen bei Wärme oft besser an als Trockenfutter und Co.

Wenn man ein paar Dinge beachtet und entsprechende Vorkehrungen trifft, dann steht einem schönen Sommer nichts im Wege

 

Text: Gudrun Scholz Hundeschule HundgeRecht

 

Ich möchte hier diesen wunderbaren, gelungenen Artikel einer Kollegin mit euch teilen da es mir aus dem Herzen spricht und ich dem nur zustimmen kann.

 

Simone Mangold Hundezentrum Rems-Murr

Die meisten Hundeschulen dienen der Bedürfnisbefriedigung der Menschen.

Nicht der Bedürfnisbefriedigung der Hunde.

Viele Menschen stillen dort ihr eigenes Bedürfnis nach Kontrolle, nach Macht, nach „Beherrschung“. Und sie werden auch noch darin bestärkt. Es fühlt sich gut an. Mit anderen Menschen zusammen macht das, was sie Erziehung und Training nennen, nämlich das (Ver-)Formen nach menschlichem Geschmack, noch viel mehr Spaß. Es ist selbstbelohnend, man bekommt Bestätigung für das eigene Tun. Und oft gibt es scheinbar überzeugende Argumente gleich dazu: „Die Gesellschaft will das so.“

Alte Zöpfe halten sich hartnäckig.

„Massenabfertigung“ ist außerdem ein funktionierendes Geschäftsmodell. Gruppentraining ist günstig, gesellig und für viele Menschen unterhaltsam

Für die Hunde? Meistens nicht.

Es ist mühsam, daran etwas zu verändern. Aber wir werden langsam mehr.

 

Vielleicht hattest du Glück und bist nicht in einer klassischen Hundeschule gelandet, in der Menschen kaum etwas über Hunde lernen: nichts über ihre echten Bedürfnisse, ihr natürliches Verhalten oder ihre feine Kommunikation.

Die meisten Menschen, die zu mir finden, berichten genau das:

Sie haben gelernt, dass Hunde „ausgelastet“ werden müssen – egal, ob es dem Hund wirklich gut tut.

Dass Kommandos befolgt werden müssen – auch wenn sie keinen Sinn ergeben.

Dass der Hund funktionieren muss - ob er kann, spielt keine Rolle.

Was sie nicht gelernt haben:

Wie wichtig ein ethischer Umgang und sinnvolles Management sind.

Wie Hunde wirklich kommunizieren.

Wie viel Ruhe und Schlaf ein Hund braucht.

Wie man feine Signale erkennt – lange bevor ein Hund laut werden muss.

Oft wird erst reagiert, wenn Probleme entstehen:

Wenn der Hund nach Jahren noch an der Leine zieht.

Wenn er deutlicher wird, weil er vorher nicht verstanden wurde.

Das erlebe ich seit 18 Jahren – fast täglich.

Dabei geht es auch anders.

Ich vergleiche das gerne mit Kindern – oder mit mir selbst als Kind:

Strenge, Druck und das Ahnden jedes Fehlers haben mich nie besser lernen lassen.

Geduld, Verständnis und Freundlichkeit schon.

Bei liebevollen, empathischen Menschen lernen wir lieber.

Warum sollte das beim Hund anders sein?

Hunde lernen so oder so.

Die Frage ist nur: wie.

Es ist an der Zeit, dass wir aufhören zu glauben, sie bräuchten Härte, Kommandos und Kontrolle –

und anfangen, sie wirklich zu verstehen.

Gedanken zur Brut und Setzzeit vom 1.4.-15.7.

viele sind genervt durch diese Zeit da viele Hunde nicht wirklich ausgelastet sind. Besonders für jüngere und agile Hunde oder Hunde, die viel frei laufen, bedeutet es, meistens Frust.

Wichtig zu beachten ist, das diese Regelung in jedem Bundesland und sogar in einzelnen Gemeinden unterschiedlich gehandhabt wird. So gibt es die Leinenpflicht in einigen Gemeinden schon ab Dezember und in einigen Bundesländern gibt es eine solche Regelung gar nicht. Deshalb bitte immer kundig machen was wo gilt.

Man kann es sich und seinem Hund aber auch etwas einfacher gestalten. Wie man selbst auf etwas blickt, hat Einfluss auf deinen Hund.

• Geht mal Wege, die ihr sonst nicht geht, weil Freilauf dort ungünstig ist

 

• Denkt euch kleine Spiele und Beschäftigungen aus um die Leinenzeit etwas auszugleichen. Es gibt so viele spannende Möglichkeiten.

• Nimm die Natur und deine Umwelt mal etwas bewusster war und genieß den Frühling.

• sucht nach Möglichkeiten wo euer Hund frei laufen kann wie eingezäuntes Gelände von Vereinen, Firmen von Bekannten am Wochenende, umzäunte Hundefreilaufflächen etc.

• Wenn du einen Garten hast versuch dort mehr Beschäftigung auszuüben. Wenn du keinen Garten hast, frage bei Freunden und Bekannten. Selbstverständlich muss der Zaun passend sein.

• Schaue mal im Netz nach Schnüffelgärten. Hier hat dein Hund die Möglichkeit fremde Gärten zu erkunden. Es gibt dort eine Liste nach PLZ sortiert, wer seinen Garten oder sein Gelände dafür zur Verfügung stellt.

• Nutze die Zeit um mit deinem Hund z.b. am Thema Leinenführigkeit, Schleppleine und Radius ein wenig mehr zu arbeiten.

Also nun werde ein wenig kreativ und dann geht die Zeit auch ganz schnell vorbei.

Wie du mit deinem Hund vom bewussten SEIN in der Natur profitieren kannst

 

Mit unseren Hunden bewegen wir uns in der Regel viel draußen.

Die Frage ist, wie bewusst sind wir unterwegs!

Je bewusster wir uns der Natur zuwenden und je mehr wir unsere Wahrnehmung schulen je mehr können wir für uns und unseren Hund mitnehmen. Besonders was das Thema Gelassenheit und Entspannung angeht.

Dies wiederum kann viele positive Veränderungen ins übrige Leben bringen.

Sowohl für dich persönlich als auch für deinen Hund.

 

 

Zudem bietet es bewusste Zeit und Raum für euch gemeinsam.

Viele Menschen fühlen sich derzeit erschöpft und ausgelaugt und da kann uns die Natur ein wunderbarer Helfer sein. Je sorgenvoller und gestresst wir sind, je mehr leidet oft die Verbindung zu unserem Hund.

 

Aber hier es geht um viel mehr als um „zurück zur Natur“.

Es geht um Rückverbindung, ums eintauchen mit allen Sinnen.

Es geht ums Wahrnehmen und Hingabe an den Augenblick.

 

So viele Wunder gibt es zu entdecken. Zu jeder Jahreszeit aber gerade im Frühling ist es immer wieder wie ein kleines Wunder wie alles plötzlich zum Leben erwacht. Wie die jungen Pflänzchen aus der Erde schießen, die ersten Insekten umherschwirren. Wie alles singt und schwingt und das völlig ohne unser Zutun.

 

Sich diese Zeit für sich zu nehmen. Sich hinsetzen und im Moment sein. Zu lauschen mit geschlossenen Augen, wirklich zu sehen oder zu spüren.

Atmen und bewusst entschleunigen einfach mal sein im Hier und Jetzt.

Das gibt uns Erdung, Kraft und Entspannung. Nach einiger Zeit wirst du merken, dass du im Alltag viel gelassener reagieren kannst, dass dich vieles gar nicht mehr aufregt und das hat natürlich auf vieles eine positive Auswirkung. Auch dein Hund wird sich dadurch verändern und eure Verbindung wird davon profitieren.

 

Probier es mal aus. Such dir ein nettes Plätzchen und Atme mal bewusst. Schau dich um oder schließe die Augen. Was siehst du, was hörst du? Du kannst auch nur auf einen begrenzten Ausschnitt schauen. Was lebt dort, was kannst du entdecken?

Es kann überaus hilfreich sein sich diese Auszeiten bewusst zu nehmen statt immer sorgenvoll auf das Weltgeschehen oder seinen Alltag zu schauen.

 

Die Entscheidung dafür kannst aber nur du für dich treffen.

 

Demnächst starten hin und wieder BeSINNungsspaziergänge und ein kleiner Waldbadenkurs. Vielleicht ist das ja für dich eine gute Möglichkeit zu starten.

Den Waldbadenkurs biete ich auch im 1:1 in Präsenz oder Online an

 

Die Natur hat uns so viel zu geben. Sie kann Lehrer, Freund, Berater, Therapeut oder Psychologe sein.

Mal wieder Silvester!

 

Wie jedes Jahr finden sich viele nützliche und unsinnige Ratschläge im Netz zum Thema Silvesterangst.

Hier in Kürze ein paar in meinen Augen wichtige Dinge:

 

- Hunde bitte unbedingt draußen sichern. Je ängstlicher und schreckhafter, desto wichtiger. Dies gilt auch schon Tage vorher. Aufpassen das der Hund nicht aus dem Garten oder einer Tür in Panik weglaufen kann!

- Haustiere an Silvester nicht alleine lassen. Auch nicht, wenn sie keine Angst haben.

-Im Haus für angenehmen Rückzugsorte sorgen.

-Jalousien runter.

-Gegen Mitternacht Radio oder Fernseher etwas lauter stellen.

- Das braune Rauschen hat auf manche Hunde einen guten Effekt! Gerne auch gleichzeitig mit den Taiko Drums!

- Kann der Hund kauen und schlecken am besten etwas anbieten wie Kauartikel die er mag oder einen gefüllten Kong.
- Sorgt für Entspannung mit Klang, Duft o.ä.
- Bei großer Angst schon vor Weihnachten beim Tierarzt nach geeigneten Medikamenten fragen. Diese müssen oft schon einige Tage vorher gegeben werden!
- Ihr dürft und müsst euren Tieren bitte unbedingt beistehen, wenn sie Angst haben. Ihr dürft alles tun, was eurem Tier gut tut wie Körperkontakt, streicheln etc. Natürlich bitte ohne selbst übertrieben und unnatürlich zu wirken. Ein Hund der Nähe möchte bekommt dies, ein Hund der Rückzug möchte dem richtet ihr vorher ein schönes Plätzchen ein wie und wo er es braucht. Seid für ihn da so wie es für ihn gut ist.
- Das wichtigste aber ist: Hat euer Hund Schwierigkeiten mit Silvester oder auch anderen Geräuschen wie Gewitterangst und generell lauten Geräuschen dann beginnt das Training für Silvester am 1.1.. Man kann so einiges tun, was die Sache etwas besser macht wie z.b. eine Sicherheitszone aufbauen, den Hund etwas robuster gegen Geräusche machen, dem Hund Strategien zeigen wie er sich selbst helfen kann, denn manchmal ist kein Mensch in der Nähe und der Hund alleine zu Hause. Es gibt Möglichkeiten Gassistrecken so zu gestalten, dass sie am Nachmittag noch möglich sind, Entspannungstraining etc pp. Lasst euch da begleiten und wir machen einen individuellen Plan.


Eine Alternative kann es auch sein seinen Urlaub über Silvester in einer Böller freien Region zu planen. Diese Unterkünfte sind allerdings weit im Voraus ausgebucht! Eine Übernachtung in einem Flughafenhotel kann auch eine Möglichkeit sein. Diese sind durch den Fluglärm extrem gut schallisoliert. Für einige kann es auch eine Lösung sein einige Zeit auf der Autobahn zu fahren.


Angst wird unbehandelt in der Regel immer mehr. Die Angst setzt im Verlauf der Zeit immer früher ein und die Geräusche werden immer mehr und schwächer auf die der Hund reagiert, denn Angst zieht Kreise. Wie ein Stein den man ins Wasser wirft. Deshalb gehört Angst bitte immer bearbeitet. Egal ob Geräuschangst (vor Silvester, Gewitter, Schüsse oder sonstiges), Trennungsstress oder Ängste vor Menschen, Fahrzeugen, Artgenossen etc!

 

Bitte meldet euch bei mir wenn ihr dort das eine oder andere bearbeiten wollt. Aber bitte nicht erst wenn das Ereignis kurz bevor steht. Training und und Umsetzung braucht seine Zeit!

 

Auch hier findest ihr noch gute Infos vor allem zum Thema geeignete Medikamente: 

https://www.easy-dogs.net/social-support/

https://www.vet-dogs.de/silvesterangst-bei-hunden-so-kommt-ihr-entspannt-ins-neue-jahr/

https://www.tierarztpraxis-kolonnadenviertel.de/post/silvester-und-die-trickkiste

Wenn du oben links auf das Bild klickst kannst du den Text abrufen!


Wie kommst du zu dem Verhalten deines Hundes das du gerne haben möchtest?

 

Vielleicht hast du dich schon einmal oder auch schon öfter gefragt was du tun kannst damit dein Hund

sich mit dir in der Umwelt bewegt und du das Gefühl hast, du kannst dich auf ihn in vielen Situationen verlassen

dein Hund kommt, wenn du ihn rufst

dein Hund an lockerer Leine läuft

dein Hund bei Begegnungen mit Artgenossen, Menschen, Treckern und vielen anderen individuellen Auslösern relativ gelassen verhält!

 

Das ist tatsächlich etwas, was durchaus etwas von DIR verlangt denn

kein Hund erzieht sich von alleine

kein Hund hat eine Idee davon was richtig und wichtig ist

ein Hund ist eben ein Hund

 

Du solltest dir im Vorfeld Gedanken um Belohnungen machen. Was mag dein Hund, was ist eine wirkliche Belohnung in einer Situation und entspricht es seinem Bedürfnis?

Bist du fit im Thema Markertraining oder lässt dich dabei von jemandem unterstützen, liest vielleicht auch mal ein Buch oder bildest dich zu dem Thema weiter, mit Seminaren, Webinaren, Onlinekursen, Vorträgen etc.um dir eine Wissensgrundlage zu schaffen.

Bist du fit im Thema Körpersprache, welche Bedürfnisse hat mein Hund?

 

Da wir es hier mit lebendigen Wesen zu tun haben sind wir es ihnen doch schuldig auch gut und sinnig mit ihnen umgehen zu können. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, und so einiges was mir so begegnet geht doch sehr an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbei. Wie ist der Gesundheitszustand meines Hundes? Denn tatsächlich kann auch dies oftmals Auslöser von unerwünschtem Verhalten sein.

 

Natürlich muss nicht jeder Hundetrainer werden Aber werde der Trainer deines Hundes!

Ein gewisses Grundlagenwissen sollte man schon bereit sein sich anzueignen, und zwar deinem Hund zuliebe. Dieses Wissen nimmt dir keiner mehr weg und es kommt somit auch nachfolgenden Hausgenossen zugute.

 

Verhalten was wir gerne für uns und unseren Alltag für wichtig erachten müssen wir dem Hund beibringen. Dabei steht für mich ein liebevoller, fairer, durchdachter und gewaltfreier Umgang im Vordergrund!

Um nun von einem Verhalten zu einem andern von mir gewünschten Verhalten zu kommen braucht es zunächst mal einen Plan. Das bedeutet ich sollte mir Gedanken machen wie soll das Verhalten aussehen, was ist das Zielverhalten.

Der Weg von einem Verhalten zu einem anderen, besseren, idealeren Verhalten nennt man Training.

 

Stell es dir vor wie in der Schule und erarbeite dir im Kopf oder auch gerne auf einem Papier einen Lehrplan. Dieser Lehrplan darf grundsätzlich auch angepasst, optimiert und verändert werden denn wir haben es bei unseren Hunden mit individuellen Lebewesen zu tun, die alle unterschiedlich sind.Auch unsere Lebensumstände, Bedürfnisse und Bedingungen sind ja sehr unterschiedlich.

Wenn du nun also deinen individuellen Lehrplan für DICH und DEINEN Hund hast, dann beginnst du dein Training.

Hier beginnst du erstmal im Kindergarten, an Orten ohne Ablenkung, ggf. mit einem Leckerchen in der Hand damit der Hund verstehen kann was du von ihm möchtest.

 

In der Grundschule wird es nun schon ein kleines bisschen schwieriger und es gibt keine Leckerchen mehr in der Hand, du übst ein Verhalten auch schon mal an anderen Orten ohne oder mit wenig Ablenkungen, du führst Wort und Sichtsignale ein, die Dauer die Signale aufrechterhalten werden sollen steigt allmählich. Im Laufe der Grundschulzeit steigern sich die Anforderungen nach und nach.

 

In der weiterführenden Schule nun steigt die Ablenkung, Verhalten wird stabil gemacht, ihr könnt euch aufeinander verlassen, euer Repertoire erweitert sich, ihr habt viel zusammen erarbeitet und könnt euch gut im Alltag bewegen und habt Spaß miteinander. Vielen reicht hier die mittlere Reife und sie kommen in ihrem Leben gut zurecht. Das ist toll- herzlichen Glückwunsch!

 

Manche möchten nun auch noch das Abitur machen- vielleicht wird hier gemeinsam Hundesport oder ein Hobby betrieben, man fährt gerne zu gemeinsamen Fortbildungen, mancher Mensch hat seine Leidenschaft für das Thema entdeckt und möchte Trainer werden, man möchte sich bestmöglich auf seinen Hund verlassen können, man hat einen riesigen Spaß daran seinem Hund Dinge beizubringen und mit ihm gemeinsam seine Freizeit zu verbringen.

 

Wichtig ist mir bewusst zu machen, dass es schon ein wenig Initiative erfordert und vor allem Verantwortung bedeutet das Leben mit einem Hund zu verbringen. Ein Hund hat Bedürfnisse und möchte gesehen und in seiner Individualität wahrgenommen werden so wie wir auch.

Unsere Hunde sind uns ausgeliefert denn wir bestimmen alles für sie. Sie haben kein Mitsprachrecht bei und mit wem sie unter welchen Lebensbedingungen leben möchten deshalb finde ich es wichtig fair mit ihnen umzugehen und mir Gedanken zu machen wie und was ich ihnen beibringe.

Gudrun

 

Der Hund ist ein Produkt aus Genetik, Erfahrung und Umwelt. Nichts davon hat er sich ausgesucht.”

Dr. Ute Blaschke-Berthold