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HundgeRecht – Die Hundeschule auf Facebook

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5 Tage her

Hundgerecht - die Hundeschule

Ein wirklich gelungener Artikel. Ich kenne auch sehr viele Retriever die wirklich drüber zu sein scheinen. Aber dieser Artikel ist selbstverständlich für viele Hunde gültig unabhängig von der Rasse!Labrador Retriever - der unverstandene Hund
Wie Dein Labrador zu mehr Ruhe findet und Ihr gelassen durch den Alltag geht.

In meinem Alltag als Hundetrainerin begegnen mir auffallend viele aufgeregte und überdrehte Labradore.Meist kommen sie im Alter von 9-10 Monaten zu mir in das Coaching , weil die Halter mit dem Hund nicht mehr zurecht kommen.Der Werdegang dieser aufgeregten Hunde ist fast immer identisch. Große Welpengruppe mit unkontrolliertem Spiel, weiter geht´s dann oft erst mit 6 Monaten in die viel zu große Junghundegruppe.Die betroffenen Labbi´s sind völlig überfordert, kleinste Kleinigkeiten bringen sie zu Übersprungshandlungen wie z.B. in die Leine beißen, den Haltern in die Arme beißen oder sich im wahrsten Sinne des Wortes am Halter abzureagieren.Sie sind völlig out of Order und den Haltern bleibt meist nur,den Hund irgendwo anzubinden um sich vor seinen Attacken zu schützen.

Geraten wird diesen Haltern meist, den Hund mehr auszulasten, hilft das nicht - was es in den wenigsten Fällen tut, werden die völlig überforderten Hunde falsch verstanden. Es wird den Haltern geraten mit aversiven Maßnahmen die Attacken ihres Hundes abzubrechen - mit der Folge das der Labrador meist noch eine Verhaltenssteigerung drauflegt. Ich weiß, wie hilflos und unverstanden man sich als Hundehalter eines solchen Hundes fühlt. Zuletzt mag man nicht mehr in die Hundeschule gehen, da man als unfähig abgestempelt wird. Ich habe selbst eine Labradorhündin gehabt, die ihre Rassebeschreibung mit dem "will to please" nicht gelesen hat.Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass diese wundervolle Rasse auch die Chance bekommt ,sich entsprechend zu entwickeln, denn es sind unglaublich tolle und sensible Hunde - Du glaubst, das ist unmöglich?
Hier ein findest Du einige Hilfestellungen:

1.Bekommst Du Deinen Labrador, solltest Du Dir im Vorfeld bereits Gedanken zu einer Welpengruppe machen,auch Einzelcoaching wäre sicherlich eine Option.Entscheidest Du Dich für eine Gruppe, sollte diese klein sein und von den Trainern gut geführt werden.Von Anfang an sollte Ruhe in der Gruppe groß geschrieben werden.Dein Trainer sollte erkennen, wenn Dein Hund zu aufgeregt ist und entsprechend Anleitung geben können, ggf. sogar Einzeltraining.
2.Wenn sich Dein Labrador gut entwickelt hat, sollte in der Junghundegruppe ebenfalls viel Wert auf Ruhe gelegt werden, kurze Übungen und Ruhepausen sind wichtig, Konsequenz und gezieltes, ruhiges arbeiten mit Markersignalen lassen Deinen Hund einfacher verstehen, was von ihm erwartet wird.Denn wenn Du unklar in Deinem Verhalten bist, wird Dein Labrador ebenfalls hochdrehen und die Pubertät macht es da nicht einfacher.
3.Übungen zur Frustrationstoleranz und Impulskontrolle sind gut und wichtig,allerdings ist es wichtig sie auch individuell anzupassen, denn ein zuviel dieser Übungen bewirkt genau das Gegenteil und Dein Labrador explodiert.
4.Entwickelt sich Dein Labrador nicht so wie Du es Dir wünscht, hast Du das Gefühl Ihr dreht Euch im Kreis und nichts hilft? Dann such Dir professionelle Hilfe , die mit Dir und Deinem Labrador nicht nach Schema F arbeitet.Im Training sollte Folgendes enthalten sein:

- Entspannungstraing - konditionierte Entspannung
- Leinenführigkeit, denn reaktives Verhalten erhöht sich, wenn
Dein Labrador ständig in die Leine rennt
- Rituale und feste Strukturen erarbeiten
- Alternativverhalten aufbauen, hier eignet sich am besten
gutes Verhalten, was der Labrador von sich aus anbietet,
dann kann er es auch in Streßsituationen leichter abrufen
- Konzentrationsübungen
- Arbeiten mit Markersignal
- arbeiten an Deiner persönlichen Kommunikation zu Deinem
Hund - das läßt Deinen Hund besser verstehen und reduziert
um ein vielfaches Übersprungsverhalten
- Aufgaben für den Labrador, die ihn "ums Eck" denken lassen
und dazu gehört nicht das Ball spielen!Du hast einen
Labrador, wie wäre es mit Such-und Apportieraufgaben?
- BAT- Training
- je nach Anamnese: gesundheitliche Untersuchung durch
Tierarzt, Physiotherapeut oder Osteopath
- Überprüfung der Ernährung, denn auch eine
Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Zusatzstoffen
oder eine Allergie können Deinen Labrador hochdrehen
lassen.

Achte darauf , dass Dein Trainer einen wertschätzenden Umgang mit Dir und Deinem Hund pflegt, denn nur wenn Ihr beide Euch wohlfühlt könnt ihr ein entspanntes Team werden.
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5 Tage her

Hundgerecht - die Hundeschule

Danke an Katrien Lismont für diese Ausführung. Das passiert mir auch sehr oft. Deshalb sind Welpen bei mir selten anzutreffen in der Hundeschule. Manchmal aber selten entscheidet sich jemand bewußt für Einzeltraining.„Welpensozialisierung“
Das häufigste Wort bei der ersten Kontaktaufnahme wegen Welpenerziehung ist „Sozialisieren“. Wenn man nachfragt, was der neue Welpenbesitzer darunter versteht, kommt unweigerlich: der Umgang mit Artgenossen. Wenn man dann erzählt, dass man Welpenunterricht vornehmlich in Einzelstunden aber auch in einigen Stunden zusammen mit einem anderen Welpen gestaltet, startet man eine Diskussion, in der man mit den skurrillsten Gegenargumenten konfrontiert wird: kleinwüchsige Welpen sollten lernen, keine Angst vor größeren Welpen zu haben, grössere Welpen sollten lernen, fein mit kleineren um zu gehen. Und überhaupt sollten sie lernen „sozial“ mit einander um zu gehen. Umzugehen? Ja, halt nett spielen, im Freilauf.
Ganz ehrlich, Welpenspielstunden in Gruppen müssen die schlimmsten Stunden im Leben eines Welpen und Junghundes sein, und dennoch wollen viele Welpenbesitzer eigentlich nur eines sehen: spielende Welpen. Dass das für viele kein Spiel ist sondern vom blanken Horror bis zur hirnlosen Hyperaktivität variiert, wird nicht gesehen, weil man die Hundesprache, die Stresszeichen, das Angstverhalten nicht wahrnimmt und nicht deuten kann. Welpenspielstunden in Gruppen führen häufig zu einer fest etablierten Angst vor Nahkontakt mit anderen Hunden, mein zukünftiges Klientel. Und dennoch wird nur ein paar Wochen später vom Welpen und Junghund so dermassen viel erwartet: artig an der Leine laufen, ruhig bleiben beim Sichten von anderen Hunden, schön Sitz machen statt Personen anspringen, ruhig alleine bleiben, usw.
Aber es gibt auch andere eigenartige Anfragen: ob die kleine überdrehte Tibi Welpin unter meiner Aufsicht nicht mit einer oder zwei „souveränen“ älteren Hündinnen zusammen gebracht werden könnte, denn der Ersthund von 16 Monaten (!) wäre dermassen geplagt von der kleinen. Gegenfrage: welche Hündin die ich kenne soll dafür herhalten dürfen, und was versteht man unter souverän? „Ha, dass sie die keine in die Schranken verweist“. Nichts anderes hatte ich erwartet. Ich habe kurz Wenonah gefragt 😉, sie meinte: nee lassma. Keine Lust auf Welpenzahnakupunktur. Was machen wir wenn die souveräne Hündin nicht gefragt wird? Mit dem falschen Bein aus dem Bett kommt? Am Vortag viel Programm hatte? Unpässlich, steif oder müde ist? Oder an dem Tag einfach keine Lust auf Gremlins aushalten hat? Ganz schnell ist dann der Helferhund keine Bank mehr und wird schwuppdiwupp zum grantigen Hund mit atypischen Verhalten Welpen gegenüber. Ich so: nee, lassma. Meine Hunde, die eigenen und die gut trainierten und gutmütigen Kundenhunde sind keine Trainingsinstrumente die für Probleme anderer Hunde aus dem Auto geholt werden. Geht’s noch, das sind unsere Schätze. Sie sind nicht umsonst so „souverän“ und nett geworden.
So vieles gibt es an Missverständnissen bei der Welpenerziehung. Achtet auf eure allerkleinsten, denn schlechte Erfahtungen prägen Emotionen fürs Leben, wenn man nicht vorsichtig ist.
Hier noch ein guter Text zur „Sozialisierung“.
http://playwaydogs.com/we-need-to-stop-calling-it-socialization/
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6 Tage her

Hundgerecht - die Hundeschule

Dein Hund soll das einfach nicht machen? 👀 🐶 👀

Leichter gesagt als getan, denn kein Verhalten gibt es nicht. Wenn dich ein Verhalten bei deinem Hund stört, musst du es durch ein anderes Verhalten ersetzen.

Ansonsten zeigt dein Hund, wenn du Pech hast, ein Verhalten, was du auch nicht magst. Ein Beispiel gefällig? Dein Hund soll nicht auf das Sofa. Leider liebt er erhöhte Liegeplätze und nimmt ab jetzt den Wohnzimmertisch.
Ja, das ist leicht übertrieben, aber ich habe das schon live erlebt.

Du musst also wissen, wie du Verhalten bei deinem Hund aufbauen kannst, denn so kannst du am schnellsten ein Verhalten, was du nicht haben willst, durch ein anderes ersetzen.

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