Geschichte zu Weihnachten...
...das wünsche ich mir !
...dass die Menschen mehr nachdenken, welches Tier zu Ihnen passt. Es ist nicht alles beliebig austauschbar. Jene, die sich einen Rassehund anschaffen, können sich vorher informieren, was er im Groben braucht, um zufrieden zu sein. Wenn man einen Welpen zu sich nimmt, bedeutet das vor allem für den Menschen viel Arbeit, Zeit und Lernen. Es entpuppt sich der „Traumhund“ nur allzu oft und schnell zum „Alptraumhund“, weil Mensch völlig falsche und irrationale Vorstellungen hatte!! Oft werden sich „Arbeitsrassen“(wie Bordercollie, Weimaraner, Jack-Russel-Terrier oder Herdenschutzhunde) ausgesucht, die dann auch noch aus Arbeitslinien stammen. Viele Rassen verfügen über einen enormen Arbeitswillen, Bewegungsdrang und Schutz- und Wachtrieb.
Auch Hunde aus dem Tierheim werden oft falsch oder gar nicht eingeschätzt. Dies erfordert auch vom dortigen Personal eine gewisse Sachkunde. Der Hund ist nicht einfach „dankbar“, weil man ihn dort heraus geholt hat. Er hat Ansprüche, die man oft nicht vorhersehen kann. Man kann sich keinen Hund anschaffen, nur weil er einem Leid tut oder er toll aussieht. Das reicht nicht.
Hat man sich aber nun nach reiflicher Überlegung entschieden, dann bitte mit allen Konsequenzen. Man muss sich nach den Neigungen und Ansprüchen des Hundes richten, auch wenn das nicht unseren Wünschen und Vorstellungen entspricht. Grundsätzlich gibt es für fast jeden den passenden Hund.
Wenn ich nur kurz um den Block möchte
und nicht mehr großartige Erziehungsarbeit leisten möchte,
findet sich sicher in so manchem Tierheim ein älteres Semester
oder gar ein behinderter Hund. Aber ein Welpe, der in jungen Jahren
viel Bewegung, Beschäftigung und Erziehung benötigt, ist
hier Fehl am Platz.
Es lohnt wirklich, im Vorfeld gründlich
darüber nachzudenken, was man zu leisten bereit ist. Den Hund
einfach ins Tierheim abzuschieben wenn es schwierig wird, ist ein
schlechtes Vorbild.
Sein Kind würde ja auch niemand
einfach ins Heim geben, nur weil es sich anders entwickelt als es uns
passt. Der Hund sollte in der Familie den gleichen Stellenwert haben
wie jedes Familienmitglied. Ansonsten liegt in meinen Augen schon ein
grundsätzliches Problem vor.
...dass es weniger Züchter gäbe. Zunehmend beobachte ich, dass immer mehr Welpen produziert werden. Auch auf Kosten der Gesundheit der Tiere. Zuerst einmal: Es gibt genug Hunde. Wenn es nicht genug gäbe, bräuchten wir nicht in jeder Stadt ein Tierheim und für fast jede Rasse 2-4 rassespezifische Nothilfen, die ja aus all jenen übrig gebliebenen Rassehunden bestehen. Menschen, die seriös Hunde züchten, stecken viel Arbeit, Fachwissen über Hundeverhalten, Hundeaufzucht, Prägung, Sozialisierung, Genetik u.v.m. in diese Arbeit. Auch von tierärztlicher Seite ist dort alles im grünen Bereich. Diese Welpen haben dann natürlich auch Ihren Preis und sind kein Schnäppchen. Auch gehört für mich dazu, dass die Hunde beim Züchter zur Familie gehören und im Haus leben. Auch, wenn es Dreck macht. Für einen guten Züchter ist es auch selbstverständlich, jeden seiner verkauften Hunde auch nach Jahren zurückzunehmen. Es ist sogar vertraglich geregelt, dass der Hund dorthin zurück muss und nicht in ein Tierheim gebracht wird oder ihm schlimmeres widerfährt.
Was ich sehe, ist aber etwas anderes:
Menschen die einen Hund einer bestimmten Rasse haben, mit diesem zwar nicht klar kommen, der Hund weder charakter- noch wesensfest ist -von nix kommt ja auch nix-, wird dann munter beschlossen, zu züchten, er ist ja so schön. Die Welpen werden schlecht bis gar nicht sozialisiert. Notfalls packt man sie halt samt Mutter in die Garage o.ä. Zeit hat eigentlich auch keiner, aber die acht Wochen kriegen wir schon ´rum. Da man ja alle Welpen los wird, macht man das ganze nächstes Jahr nochmal.
Dann findet man im Internet Züchter, die ganze „Zuchtanlagen“ haben. Dort kann man sehen, dass sie es schaffen, in einem Jahr bis zu einem U, V oder gar Z Wurf zu kommen. Ich finde das mehr als unseriös und zwar auf Kosten der Hunde. Was mit all diesen Welpen passiert, möchte ich gar nicht so genau wissen. Die Zuchtrüden sind auch noch für all die vielen befreundeten Züchterkollegen da. Die natürlich auch ihre Zuchthündinnen von dem jeweils anderen Züchter erstehen.
Und es gibt noch die gewollte Mischlingshundeproduktion. Wo doch jeder weiss, dass die Tierheime voll von Mischlingen sind !!!!! „Aber einmal soll sie ja werfen...“ hat auch mein Tierarzt gesagt......Grusel !!!!! Von den unzähligen Unfällen mal abgesehen.
Auch der katastrophale Welpenhandel aus dem Ausland bringt noch unzählige kranke, arme Welpen auf den Markt. Auch sie finden Abnehmer, weil ja so schön billig. Das böse Erwachen kommt dann oft mit der Tierarztrechnung.
Ich bin für ein Zuchtverbot, nicht nur für Hunde, auch für Katzen und Kleintiere, solange es Tierheime und Tierschutz gibt. Dann sollten wir uns lieber der Streuner im Ausland bedienen. Wobei es auch dort Probleme gibt, die hier den Rahmen sprengen würden.
...dass Menschen sich vor der Anschaffung eines Tieres mehr Gedanken machen und auch mal eine Beratung im Vorfeld in Anspruch nehmen. Denn Lebewesen sind vom Umtausch ausgeschlossen! Da wir ja „eine so intelligente Spezies sind“, sollte das ja eigentlich auch „kein Problem sein“. Die Tiere empfinden Verlust genau so wie wir. Vielleicht sogar schlimmer, weil Sie ja unsere Erklärungen nicht verstehen. Ich kann nicht heute einen Hund aus dem Tierheim holen und 3 Monate später umziehen in eine Wohnung, wo der Hund nicht mit darf. Man übernimmt die Verantwortung für ein Lebewesen ganz oder gar nicht. Mit allen Konsequenzen. Auch dass Tiere Geld kosten, sollte wohl bekannt sein.
...dass die
Menschen nicht die Augen verschließen vor Dingen, die
vor Ihren Augen passieren. Wie z.B. das Katzenelend, dass es überall
gibt. Wenn irgendwo kranke Katzen ´rumlaufen, muss man sich um
sie kümmern und sie tierärztlich versorgen lassen. Um eine
Wiederholung zu vermeiden, müssen die Elterntiere eingefangen
und kastriert werden. Man kann sich in Tierschutzvereinen
Lebendfallen ausleihen und die Elterntiere einfangen. Auch wenn das
Bedeutet, dass es mal zu Lasten der eigenen Kasse geht. Nur füttern
reicht nicht. Sollten diese Tiere einen Besitzer haben und sich
selbst überlassen bleiben, lässt das ja wohl tief blicken.
Wenn dann noch jemand etwas von natürlicher Auslese faselt, ist
das für mich ein glatter Verstoß gegen das
Tierschutzgesetz. Es gibt
Stellen, die einem
helfen „sollten“, wenn man Katzenelend sieht. Sollten offizielle
Stellen die Hilfe verweigern, haben sie wohl ihre „Berufung“
verfehlt und man kann sich an höherer Stelle auch mal
beschweren. Zum anderen bekommen sie ja öffentliches Geld für
Fundtiere. Auch kann man seine Umwelt etwas sensibilisieren, was
Kastrationen angeht.
...dass jene „Hundetrainer“, die über Zwang, Gewalt, Schmerz und Strafe ausbilden und die nicht fähig sind dazuzulernen, irgendwann der Vergangenheit angehören! An ihnen scheint vorbeigegangen zu sein, dass sich in der Hundewelt einiges getan hat in den letzten 15 Jahren. Aber die ewig Gestrigen wollen das nicht sehen. Sie brauchen das wahrscheinlich, um sich selbst aufzuwerten. Sie erzählen ihren Kunden bis heute, dass man ein Stachelhalsband benutzen muss, um dem Hund zu zeigen, wer das Sagen hat. Im gleichen Atemzug wird gesagt, dass das dem Hund aber gar nichts macht. Wie kann etwas, was ja gar nichts macht denn etwas bewirken????
Aber auch diese Trainer leben letztendlich von den Menschen, die sie bezahlen und die mit ihrem Hund so umgehen wollen. Die Verantwortung für den eigenen Hund trägt jeder selbst.
Denn was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.
Natürlich
braucht ein Hund Grenzen und Regeln. Und dem einen muss man das etwas
nachhaltiger
beibringen
als dem anderen. Diese Grenzen muss der Hund respektieren lernen,
aber man kann ihm das mit liebevoller Konsequenz und fairen Mitteln
beibringen. Dann hat man einen Partner und Freund an der Seite und
nicht ein Lebewesen, das aus Angst, etwas falsch zu machen, irgend
wann gar nichts mehr macht.
Dinge wie Liebe, Vertrauen, Bindung, Freundschaft und Beziehung muss man sich erarbeiten. Es macht sicher Mühe, aber das alles ist viel nachhaltiger als Druck und Angst.
Zumindest bei uns wird geklickert und nicht gebrüllt!!! - bei anderen wird geklotzt und nicht geklickert.
...dass mehr Menschen hinsehen statt wegzuschauen. Dass sie Gewalt gegen Tiere mit verhindern, und dass Gesetze und Strafen auch mal in aller Konsequenz angewendet werden.
Dass bestimmte Hunde nicht wegen Ihrer Rassezugehörigkeit verteufelt werden. Es ist immer der Mensch, der den Hund zu dem werden lässt was er ist. Viele Dinge die man Ihnen nachsagt, entsprechen auch nicht der Wahrheit und den Tatsachen. Vielmehr ist es bequem, einen Sündenbock zu haben. Auch dank der Medien.
...dass Zwinger- (das Wort sagt schon alles) haltung die absolute Ausnahme ist und nur im Notfall davon Gebrauch gemacht wird. Ein Hund gehört nicht abgeschoben in den Garten, sondern zum Rudel. Wollte man Zwingerhaltung richtig praktizieren, müsste man den größten Teil des Tages mit seinem Hund draußen verbringen und sich mit ihm beschäftigen. Wer bitte macht das bei 10 Grad unter Null oder Dauerregen?
...dass
ich nie wieder Menschen begegne, die sich zwar Tierschützer
nennen (und dann auch noch in leitender Position) aber für die
Tierschutz nur so lange wichtig ist, wie das Gehalt stimmt. Die
keinem ein Vorbild sind und nicht mit gutem Beispiel voran gehen.
Diejenigen, die es besser machen wollen, rücksichtslos mobben,
deckeln und verleumden. Für die Weiterbildung und Sachkunde ein
Fremdwort ist, die Hilfestellung und Angebote von außen ablehnen,
nur damit man Ihnen nicht in die Karten gucken kann. Wo Tiere mit
ihrem Leben für diese Selbstherrlichkeit bezahlen.
Sie
arbeiten im Tierschutz, um sich selbst aufzuwerten. Nicht, weil Ihnen
an der Sache liegt. Sie intrigieren gegen jene, die ihre Aufgabe mit
Leidenschaft ausführen.
Aber
Hochmut kommt vor dem Fall!!!
Vielleicht
werden sie auch von anderen irgendwann als das erkannt, was sie sind:
Blender! Tierschutz leben heißt etwas ganz Anderes.
...dass ich nie wieder Menschen begegne, die nehmen, was sie kriegen können, die einem falsche Tatsachen vorspiegeln, einem Freundschaft vorheucheln, solange bis sie nichts mehr erwarten können, und die einen dann auf dem Scherbenhaufen und Schuldenberg sitzen lassen. Die kein Wort der Entschuldigung und/ oder Wiedergutmachung von sich geben und einfach verschwinden.
Auf solche Menschen kann die Welt getrost verzichten. Aber auch für jene wie für alle Anderen wird es eine andere Instanz geben, die darüber urteilt.
...und und und (aber das beim nächsten mal)
Gudrun