Demo Hannover

Am 02.08.2009 fand in Hannover eine Demonstration gegen eine neue Hundeverordnung für das Land Niedersachsen statt. Demnach sollen ALLE Hunde über 40cm und/oder 20Kg Gewicht einen generellen Maulkorb und Leienzwang auferlegt bekommen...

Hier nun ein paar Bilder

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 Organisatoren waren die tierischen Engel

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friedliches Miteinander 

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 Vertreten waren alle , vom Dackelmischling über Tschechischen Wolfshund, Staff und Co. , auch DSH, Huskies, usw... und Timmy

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Wir waren auch da 

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und der Größte... 

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 hoffen wir, dass es etwas genützt hat. Dafür, dass es jeden angeht, der einen Hund hat, waren es trotzdem erschreckend wenige. Für mehr Infos und Bilder besucht doch ´mal die Seite der Tierischen Engel .

Proteste in Hannover bremsen neues Hundegesetz

Schärfere Regeln für Hundehalter werden zunächst in Niedersachsen nicht eingeführt: Das vom niedersächsischen Agrarministerium geplante neue Gesetz wird von Protesten ausgebremst. Nach einer Welle der Kritik werde sich das Vorhaben bis 2010 verzögern, kündigte CDU-Fraktionschef David McAllister an. Der Gesetzentwurf sollte ursprünglich in diesem Herbst im Landtag diskutiert werden.

Hundehalter demonstrierten am Sonntag in Hannover gegen das geplante neue Hundegesetz der Landesregierung.

Auslöser waren Beißattacken aggressiver Hunde. Nach dem Gesetz sollen Hundehalter, deren Vierbeiner größer als 40 Zentimeter Schulterhöhe oder schwerer als 20 Kilo sind, ihre Kompetenz im Umgang mit dem Tier nachweisen müssen.

Die Pläne stoßen vor allem beim Koalitionspartner FDP auf Kritik. Sie seien aber auch innerhalb der CDU umstritten, gab McAllister zu. Außerdem sind Hundeverbände und Tierärzte unzufrieden. Von einer „Blockade“ der Gesetzespläne könne aber keine Rede sein, sagte der Sprecher des Agrarministeriums.

Der Landesvorsitzende des Verbandes für das Deutsche Hundewesen in Niedersachsen, Jochen Rissmann, reagierte positiv auf den Zeitgewinn, hält Änderungen am Hundegesetz aber gar nicht für notwendig. „Es besteht keine Eilbedürftigkeit“, sagte Rissmann. Nun könne „Ruhe und Sachlichkeit“ einkehren. Die bestehenden Gesetze reichten aber völlig aus, die Ordnungsbehörden müssten diese nur anwenden, sagte Rissmann, der das Ministerium beim Hundegesetz berät.

Auch CDU-Fraktionschef McAllister hält es für richtig, dass das Hundegesetz erst einmal liegen bleibt. „Es gibt gar keine Notwendigkeit, das Hundegesetz im Eilverfahren durchzusetzen.“ Kinder sollten besser vor Beißattacken geschützt werden, aber das Gesetz müsse auch praktikabel sein. Geplant sei ein Gespräch zwischen Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) und Fachleuten. Zudem werde das Ministerium den Abgeordneten in der Fraktionssitzung am 18. August die Eckpunkte vorstellen. Dann werde es Klarheit über den weiteren Fahrplan geben, sagte der CDU-Fraktionschef.

Der Sprecher von Agrarminister Ehlen, Gert Hahne, sagte zu der Kritik am geplanten Hundegesetz: „Jeder ist Experte, weil er entweder Hunde hat, Hunde hasst oder von Hunden gebissen wurde.“ Es handle sich um ein kompliziertes Verfahren. „Wir werden den Referentenentwurf jetzt in die Politik geben.“

Am vergangenen Sonntag hatten Hundehalter in Hannover gegen die Gesetzespläne demonstriert. Viele sehen sich durch die Neuregelungen diskriminiert. Im Mai hatte das Agrarministerium angekündigt, verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige sollten künftig keine großen oder gefährlichen Hunde mehr halten dürfen. Vorgesehen ist ein Eignungstest etwa beim Tierarzt. Hundehalter sollen zeigen, dass sie mit ihrem Tier umgehen können. Zudem war geplant, eine Haftpflichtversicherung vorzuschreiben.

In Hildesheim hatten im Mai Rottweiler zwei kleine Kinder und deren Mutter angefallen und schwer verletzt. Die Besitzerin der nicht angeleinten Hunde warf unter anderem wegen Drogendelikten und Körperverletzung vorbestraft. In Cuxhaven hatte ein Mischlingshund Ende Juli einen Achtjährigen ins Gesicht gebissen und schwer verletzt.


Quelle:http://www.haz.de/Media/Images/Importie ... undegesetz
Nach Demonstration
Ministerium äußert sich zum geplanten Hundegesetz

Nach der Demonstration von rund 800 Hundebesitzern mit ihren Tieren durch die hannoversche Innenstadt versucht das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, ein wenig Luft aus dem Konflikt über die geplante Novelle des Hundegesetzes zu lassen.

Rückblick

* Protest Hunderte demonstrieren gegen geplantes Hundegesetz Kommentare 50

Am Sonntag haben rund 800 Hundebesitzer mit ihren Tieren in der Innenstadt demonstriert.

Ein verpflichtender Wesenstest für alle großen Hunde sei in dem bisher vorliegenden Gesetzentwurf ebenso wenig vorgesehen wie eine Rasseliste, sagt Ministeriumssprecherin Christiane Meyerdierks. Die meisten Halter großer Hunde würden überdies von dem in Planung befindlichen Gesetz nicht berührt. Den Protest vom Wochenende habe das Ministerium „zur Kenntnis genommen“, sagt die Sprecherin. „Wir finden es gut, dass die Bevölkerung sich einbringt und auf Aspekte des Gesetzes hinweist.“

Nach Darstellung des Ministeriums sieht der derzeit vorliegende Entwurf lediglich eine verpflichtende Haftpflichtversicherung sowie die Erfassung eines jeden Tieres per Chip definitiv vor. Darüber hinaus soll es eine Leinen- oder Maulkorbflicht für alle Hunde über 20 Kilogramm Körpergewicht oder 40 Zentimeter Schulterhöhe geben.

Hierfür allerdings plant Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen zahlreiche Ausnahmen. So sollen Hunde von Besitzern, die seit mindestens zwei Jahren einen Hund ohne Zwischenfälle halten, davon befreit werden. „Die Unauffälligen sind überhaupt nicht betroffen“, sagt Meyerdierks. Neubesitzer dagegen müssten sich und ihren Hund durch das Ablegen einer sogenannten Sachkundeprüfung von dieser Pflicht befreien. Im Volksmund firmiert diese Prüfung längst als „Hundeführerschein“.
Demo gegen das geplante Hundegesetz

Noch unklar ist indes, in welcher Form dieser Führerschein gemacht werden und wer die Prüfungen abnehmen soll. Geht es nach dem Minister, könnte er in den Besuch einer Hundeschule integriert werden. Derweil weist das Ministerium den Vorwurf weit von sich, die endgültige Ausarbeitung des Gesetzes bis nach der Bundestagswahl aussitzen zu wollen. Die Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess seien auf „rein fachliche Gründe“ zurückzuführen, sagt die Sprecherin.

Helfen soll das Gesetz auch den Kommunen und Landkreisen, die für die Einhaltung der schon jetzt geltenden Bestimmungen für Hundebesitzer zuständig sind. Man wolle versuchen, den „Maßnahmenkatalog für die Kommunen zu konkretisieren“, sagt Meyerdierks. Auf diese Weise sollen die Ämter mehr Rechtssicherheit bekommen, sobald sie verantwortungslosen Haltern ihre Tiere wegnehmen.

Die Debatten um das Hundegesetz sind Folge mehrerer Beißattacken in Niedersachsen während der vergangenen Monate. Während die CDU im Land sich um schärfere Regeln bemüht, wehrt sich die Hundelobby nach Kräften dagegen. Die Zahl von 800 Demonstranten in Hannover hat das Ministerium daher nicht überrascht: „Niedersachsen ist nicht nur Pferde-, sondern auch Hundeland“, heißt es.


Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stad ... undegesetz